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Feb 12th, 2020 | By | Category: München, Multi und Kultur, Veranstaltungen + Termine
Newsletter des Filmmuseum München

Film + Diskussion: DIE AUFSEHERIN am Do 13.2.20 um 19.00 Uhr in der „Open Scene“

W?adek Jurkow und Gerburg Rohde-Dahl im Gespräch mit der Zeitzeugin Zofia Pocilowska.

Liebe Freund*innen des Filmmuseums,

in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Republik Polen zeigen wir in der „Open Scene“ am Donnerstag, 13. Februar 2020 um 19.00 Uhr den Dokumentarfilm DIE AUFSEHERIN – DER FALL JOHANNA LANGEFELD von W?adek Jurkow und Gerburg Rohde-Dahl. Der Film erforscht die Geschichte der Oberaufseherin der größten Konzentrationslager für Frauen in Auschwitz und Ravensbrück, die in Krakau ihren Prozess erwartete und im Dezember 1946 mit Hilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau flüchtete. Anschließend findet eine Diskussion mit den beiden Filmschaffenden und der Historikerin Dr. Simone Erpel statt.

Die Aufseherin – der Fall Johanna Langefeld
Deutschland 2018 | Regie+Buch: W?adek Jurkow, Gerburg Rohde-Dahl | Musik: Dariusz Kalinski | 92min

Johanna Langefeld, Oberaufseherin der Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz, war eine überzeugte Nationalsozialistin und Antisemitin. Als sie 1946 im Dezember im Gefängnis von Krakau auf ihren Prozess wartete, gelang ihr die Flucht von dort – weil ihr frühere polnische KZ-Insassen dabei halfen. Wer war Johanna Langefeld?
Der Film erforscht die Hintergründe dieser einmaligen Geschichte. Die Vorgänge wurden bisher geheim gehalten, um sowohl die ehemalige Oberaufseherin wie auch ihre ehemaligen polnischen Gefangenen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen. Die Filmautor*innen sprachen mit polnischen Überlebenden aus dem KZ Ravensbrück, die sich alle sehr positiv über Johanna Langefeld äußerten. Zeugenaussagen in früheren Prozessen bestätigen, dass Johanna Langefeld keine Sadistin war und das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat. Andere Dokumente bezeugen: Sie ordnete harte Strafen an und führte die Selektionen in die Gaskammern durch. Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeug*innen nähert sich die Dokumentation dieser einzigartigen Episode der Nachkriegszeit an und öffnet eine neue Perspektive auf die deutsch-polnische Geschichte.

Anschließend Diskussion mit W?adek Jurkow, Gerburg Rohde-Dahl, Dr. Simone Erpel

Reservierungen sind unter Tel. 089-233 96450 möglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Filmmuseum

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