Politische Lieder über Waffen und Gedöns

Sechs Liter Wasser pro Person und ein batteriebetriebenes Radio: Die französische Regierung hatte im November 2025 einen Ratgeber für richtiges Verhalten bei Krisen und Katastrophen veröffentlicht. „Wir müssen uns vorbereiten, um im Fall von Krisen normal weiterleben zu können“, heißt es im Vorwort, das Folgen des Klimawandels wie etwa Überschwemmungen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und Handelskonflikte aufzählte.

Kurz vor der Veröffentlichung der Broschüre hatte Generalstabschef Fabien Mandon mit dramatischen Worten Frankreich vor einem möglichen Krieg gewarnt und damit heftige Kritik ausgelöst. „Wenn unser Land schwankt, weil es nicht bereit ist, seine Kinder zu verlieren, dann sind wir in Gefahr“, hatte Mandon gesagt.

Der Bundeswehr-Reservistenverband geht im Kriegsfall von täglich 1000 toten oder verwundeten Soldaten aus. Die dafür nötigen Waffen liefert die Rüstungsindustrie in vielfältigen Modellen und Größen.

Der Vorsitzende der Satirepartei die PARTEI Martin Sonneborn schrieb dazu auf Facebook: Wenn jeden Tag mit 1000 toten Politikern gerechnet werden müsste, wäre der Krieg nach einer Viertelstunde vorbei.

Die Vertreter*innen einer Industrie, die vor dem 24. Februar 2022 ein Killer- und Schmuddelimage hatten, sind selbst erstaunt. Für Deutschlands Rüstungsindustrie hat sich der Ukraine-Krieg als ein Booster erwiesen. Die Aktienkurse steigen, seitdem geschossen wird.

Um das, was der Waffenmarkt zu bieten hat, geht es am Donnerstag, den 23. April 2026 um 16 Uhr in der Sendung mit politischen Liedern.