Ostermeier, Mitglied der Grünen mit tunesisch-deutschen Wurzeln, erzählt Yvonne Esterházy von der Interkulturellen Stiftung Kolibri von seinen Erfahrungen. Als Kind einer alleinerziehenden tunesischen Schneiderin, die zeitweise von Hartz IV lebte und die Familie später als Kellnerin mit drei Jobs durchbrachte, erlebte der 36-Jährige zum Teil Rassismus, lernte aber schon früh, selbständig zu sein. „Es ist nicht schlecht, wenn man nicht alles auf dem Tablett serviert bekommt“, sagt er. Der promovierte Logistiker arbeitet heute bei BMW und betont: „Wenn wir Wohlstand bewahren wollen, dann gibt es nur einen Weg: Transformation.“ In der schulischen Bildung sei ein neuer Ansatz nötig, in der politischen Debatte, die eigene Bubble zu verlassen.
– eine Sendung der Interkulturellen Stiftung Kolibri