BUH!!! Patriarchat.

Am Sonntag, den 29. März fand in München eine Kundgebung gegen sexualisierte digitale Gewalt an Frauen statt. Aktueller Anlass ist der Fall der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes. Fernandes wirft ihrem Ex-Partner vor, unter ihrem Namen Fake-Accounts bei (a)sozialen Medien betrieben und pornografische Videos und Bilder an Männer verschickt zu haben. 6.000 Menschen bekundeten ihre Solidarität mit Collien Fernandes und allen weniger prominenten betroffenen Frauen. Und das im spätwinterlichen, nassen Wetter auf dem Königsplatz.

Unter den Rednerinnen war die ehemalige Stadträtin vom Bündnis 90/Die Grünen und heutige Geschäftsführerin der Frauenhilfe München Lydia Dietrich. Ihr „reicht’s seit 40 Jahren“. Sie sei entsetzt, dass sich im Jahr 2026 noch immer ein derartiger Hass gegen Frauen in einer solchen Deutlichkeit zeige.

Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende vom Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag begrüßte die Kundgebungsteilnehmer*innen mit „Liebe Wütende …“

Vergewaltigungs- und Mordphantasien werden durchs digitale Netz gespült. Wie schädlich das für eine demokratische Gesellschaft ist, beschreibt der Ökonom Boris von Heesen in seinem Buch „Was Männer kosten: Der hohe Preis des Patriarchats“.

Gisèle Pelicot aus Avignon hatte 2024 auch den Mut gehabt, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie war über viele Jahre von ihrem Ehemann und vielen weiteren Männern unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und gefilmt worden. Als es zum Prozess kam, wollte sie, dass dieser öffentlich geführt wird. Von ihr stammt der Satz: „Die Scham muss die Seite wechseln!“

Fotos: Felicitas Hübner, Daniela M. (1), Victoria S. (1)

Und auch der neu gewählte grüne Bürgermeister Dominik Krause war dabei.
(Das Foto wurde mit der Zustimmung des Teams BM2 vom Instagram-Account
von Dominik Krause veröffentlicht.)

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