LORA-Profil

LORA ist das systemkritische, demokratiefördernde Sprachrohr der Münchner Zivilgesellschaft. Dabei grenzen wir uns gegen jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ab, z.B. Diskriminierungen aufgrund von Rassismus, sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität oder Altersdiskriminierung. Wir befürworten eine Willkommenskultur, die offen ist für Einwanderung, und stehen für eine inklusive Gesellschaft.

Gruppen und Einzelne, die sich für Demokratie, Grund- und Menschenrechte, Frieden, Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe einsetzen, können bei uns mitarbeiten, sei es im politischen, kulturellen oder technischen Bereich. LORA versteht sich als nichtkommerzielle, kritische Alternative zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zu den Privatradios. Deswegen repräsentiert LORA als eines der zwei Freien Radios in Bayern die dritte Säule der Rundfunklandschaft. Dabei trägt LORA durch die kritische Begleitung der politisch Handelnden zur Urteilsbildung bei. Derzeit werden politische Entscheidungen oft als vermeintlich alternativlose Sachzwänge verkauft, dem stellen wir andere Sichtweisen entgegen. Ebenso stellen wir uns durch faktenorientierte Berichterstattung gegen die Emotionalisierung des gesellschaftlichen Diskurses. Wir arbeiten gegen Hetze, Hass und Spaltung. Durch das LORA-Programm wollen wir neue Gruppen und Hörer*innen zum Nachdenken über gesellschaftliche und eigene Wirklichkeit gewinnen und darüber hinaus dazu beitragen, dass sich Menschen nicht als Objekt, sondern als handelndes Subjekt begreifen. Dazu kann die Mitwirkung bei LORA einen Beitrag leisten.

LORA ist Teil einer emanzipatorischen Gegenöffentlichkeit, in der Themen aus einer anderen Perspektive als der herrschenden betrachtet werden. Und wir bringen Informationen, die in anderen Medien nicht zur Sprache kommen. LORA ist pluralistisch und bietet Raum für den kritischen Dialog unterschiedlicher Meinungen, solange diese innerhalb des demokratischen Spektrums angesiedelt sind. Die Auseinandersetzung über sinnvolle Formen politischen und sozialen Widerstands wird dabei gezielt gefördert und gepflegt.

LORA ist lokal

Durch die Berichterstattung über lokale Ereignisse, Veranstaltungen und Termine erfüllt LORA eine wichtige Servicefunktion, LORA trägt durch die Zusammenarbeit mit Initiativen und Vereinen aus den Stadtvierteln dazu bei, dass politische Prozesse in und um München transparenter werden und bürgerschaftliche Einmischung gefördert wird. Dabei ist LORA parteiunabhängig.

Global denken – lokal handeln

Ein wichtiger Eckpfeiler der Radioarbeit von LORA ist die Globalisierungskritik. Dabei nehmen Alternativen zum herrschenden neoliberalen Mainstream breiten Raum ein. Komplexe Sachverhalte werden dabei in klare und verständliche Informationen übersetzt und in fundierte Analysen gepackt. LORA lehnt die gegenwärtige Form der Globalisierung, die primär an den Gewinninteressen der Vermögenden und Konzerne orientiert ist, ab und setzt sich für die Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit, für politische, wirtschaftliche und soziale Menschenrechte und umweltgerechtes Handeln ein. Innerhalb dieses Spektrums haben unterschiedliche Vorstellungen und Meinungen, wie dies realisiert werden kann, Platz. Das Profil von LORA entsteht durch die mitwirkenden Redaktionen sowie durch die Kritik der Hörer:innen. Wir fühlen uns den Grund- und Menschenrechten und den Interessen marginalisierter Gruppen, denen wir eine Plattform bieten, verpflichtet.

Übrigens: LORA ist nur eines von vielen Freien Radios in Deutschland und der Welt. Bayern ist allerdings etwas unterversorgt. Hier gibt es nur noch unsere Nürnberger Kolleg*innen von Radio Z.