Auf der Internationalen Friedenskonferenz, die dieses Jahr im Salesianum in Haidhausen stattfand, saßen am 13. Februar drei Kriegsdienstverweiger*innen aus Israel, Russland und der Ukraine auf dem Podium. Ebenfalls mit dabei war der linke Politkinfluencer Simon David Dressler, der auf Instagram und TicToc aktiv ist und damit hunderttausende von Menschen erreicht. Auf diesen Kanälen spricht er sich vehement gegen die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht aus, die nach seiner Einschätzung in wenigen Jahren kommen wird. Das Argument, dass die Wehrpflicht wegen der Bedrohung durch Russland eingeführt werden müsse, hält er für vorgeschoben.
In der anschließenden Diskussion wird Simon David Dressler aus dem Publikum für die Verwendung des Begriffs Menschenmaterial kritisiert. Er findet aber, dass dieser Begriff durchaus in die Debatte passt.
Simon David Dressler auf der Internationalen Friedenskonferenz am vergangenen Freitag im Salesianum in Haidhausen. Sein Mitstreiter im Kampf gegen die Wehrpflicht ist der von ihm erwähnte Ole Nymoen, der das Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde: Gegen die Kriegstüchtigkeit“ geschrieben hat. Man muss den beiden nicht in allem zustimmen, aber es ist wichtig, dass sie sich gegen Aufrüstung und Militarisierung zu Wort melden und die Interessen des Staates illusionslos beschreiben. Denn in der öffentlichen Debatte kommen solche Meinugen nur selten zur Sprache.
Am Dienstag, 24. Februar, zwischen 18 und 19 Uhr werden wir dann auch die drei Kriegsdienstverweigerer aus Israel, Russland und der Ukraine hören, die mit Dressler auf dem Podium der Internationalen Friedenskonferenz waren.
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