Kommunalwahl für den Münchner Stadtrat: Migranteninnen kandidieren

Carmen Romero und Sadija Klepo, Foto privat
Carmen Romero und Sadija Klepo, Foto privat

Wichtiger Wandel der Stadtpolitik

Am 08. März findet die Kommunalwahl in München statt. Es gibt keine offizielle Gesamtzahl der Kandidierenden mit Migrationsgeschichte für den Münchner Stadtrat, da dies nicht erfasst wird., aber fast die Hälfte der Münchner Bevölkerung (rund 48%) hat einen Migrationshintergrund. Diese Persönlichkeiten, die kandidieren, stehen für ein München, in dem Herkunft nicht über die Möglichkeiten zur politischen Teilhabe entscheidet, sondern als Kompetenz für eine global vernetzte Stadt gesehen wird.

In unserer Sendung reden wir mit Erwin Aljukic und Carmen Romano, deren Engagement und die Kandidatur für den Stadtrat einen wichtigen Wandel in der Münchner Stadtpolitik verdeutlicht: Den Schritt von der beratenden Funktion oder der kulturellen Bühne direkt in die aktive politische Gestaltung.

Carmen Romano bringt jahrelange Erfahrung aus dem Migrationsbeirat mit. Ihre Motivation liegt im Wunsch, nicht nur Empfehlungen auszusprechen, sondern direkt über Gesetze und Budgets abzustimmen.

​Ihr Fokus liegt auf der Bildung. Sie möchte Barrieren abbauen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft beim beruflichen Aufstieg erleben.

​Für Carmen Romano ist die Migrationspolitik nicht nur als „Nischenthema“, sondern als integralen Bestandteil der Stadtentwicklung (Wohnen, Soziales, Verkehr) zu etablieren.

Beitrag nachhören: Sadija Klepo interviewt Carmen Romano bei „Portal Migration“ vom 13. Januar 2026.

Interview Carmen Romano, 18:12 min

Für Erwin Aljukic sind die Repräsentation und Sichtbarkeit sehr wichtig.

​Als Schauspieler und Autor ist Aljukic bereits eine prominente Stimme. Seine Motivation für den Stadtrat speist sich aus persönlichen Identitätsmerkmalen, die er als politische Kraft nutzt.

​Aljukic bringt die Perspektive eines Menschen mit Migrationshintergrund, eines Künstlers und eines Menschen mit Behinderung ein. Er möchte zeigen, dass diese Identitäten kein Hindernis, sondern eine Expertise für die Stadtgestaltung sind.

​Er setzt sich dafür ein, dass Kultur und Politik für alle zugänglich sind – physisch wie auch strukturell.

​Er kämpft gegen Stereotype: Sein Ziel ist es, das Bild von „Migranten“ in der Politik zu normalisieren und die Diversität Münchens im Rathaus spiegelbar ​zu machen.

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