„I have a dream, das Bürgerrecht auf ein nachhaltiges Leben“- Alle Beiträge auf einen Blick!

Die nicht mehr so neue Nachhaltigkeitsreihe von Chiara Przybilla wird fortgesetzt :

Hier findet Ihr Magazinbeiträge der Serie:“ I have a dream, das Bürgerrecht auf ein nachhaltiges Leben“ und neuere Beiträge mit Nachhaltigkeitsthemen. Die Beiträge stammen genuin aus dem Magazin am Dienstag. Ich habe aber auch ein paar Beiträge hinzugefügt, die auf anderen Sendeplätzen gelaufen sind.

Nachhaltigkeit ist nicht nice to have, sondern Lebens-notwendig! Leider ist unser Leben nicht nachhaltig, sondern tödlich für Menschen, Tiere und Pflanzen auf diesem Planeten.

Worum geht es? Der Grundgedanke der Reihe ist, dass es derzeit ganz schön nervig und kompliziert ist, nachhaltig zu leben. Mal fehlt es an Informationen, mal an Handlungsoptionen, mal an geeigneten Strukturen, mal am Geld. Ich wollte aber nicht den x-ten Ratgeber machen, wie Bürger:innen allen Widrigkeiten zum Trotz sich ein nachhaltiges Leben zurechtfriemeln können. Es geht mir auch nicht um eine Abrechnung mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, also darum, bloßzustellen, was wer wo alles falsch macht. Das spielt auch eine Rolle, ist aber nicht das Hauptthema.

Meine Frage ist vielmehr, wo haben wir Strukturen, die uns nachhaltiges Handeln ermöglichen? Wo haben Bürger:innen, Behörden, NGOs, Parteien, Regierungen, Wissenschaftler:innen oder Firmen etwas aufgebaut, was uns allen dient, was wir nur noch nutzen müssen? Wo fehlen uns diese Bedingungen, die nachhaltiges Verhalten erst möglich machen? Was können wir tun, um das zu ändern? Denn wenn uns die Bedingungen fehlen, können viele Möglichkeiten nicht entstehen, die Schlüssel für eine bessere Zukunft sind.
Hier findet ihr daher Träume und Bestandsaufnahmen, Gespräche, Kommentare und Einordnungsversuche, zuweilen auch Hintergründe und Literaturangaben.


Vorschläge, Kritik oder Rückmeldungen gerne in die Kommentare packen. Danke!



Beitrag 1: Traum von einer nachhaltigen Welt

Die Serie beginnt mit einem Traum: bezahlbare Wohnungen in energie- & wasserautarken Plusenergie-Häusern … (Text & Stimme: Chiara Przybilla)

Dazu gibt es inzwischen eine Petition an die neue Bundesregierung, damit der Traum von Plusenergiegebäuden – besonders für die, die es am meisten brauchen, Realität wird. Also bei Interesse gerne vorbei schauen und vielleicht auch unterstützen :)). https://weact.campact.de/petitions/nachhaltigkeit-gunstige-wohnungen-fur-die-die-es-am-meisten-brauchen

Beitrag 2: Biotonne – unscheinbar, aber nachhaltig:

Bei der Biotonne in München ist das erträumte Bürgerrecht auf ein nachhaltiges Leben schon zu 100% verwirklicht. Man muss sie nur angemessen nutzen. Ein Gespräch mit Sabine Schulz-Hammerl von der Abfallwirtschaft München.

Beitrag 3: Holz&Papier, keine gute Idee

Gibt es eigentlich nachhaltiges Papier? Das ist relativ. Im Moment markiert das Siegel Der Blaue Engel das nachhaltigste Papier. Aber ginge es insgesamt auch besser? Über die Möglichkeiten jetzt und ein paar Träume für die Zukunft. (Gesprächspartner: Martin Glöckle von ProRegenwald)

Beitrag 4: Schwammstädte

Schwammstädte sind eigentlich dazu da, Stadtbewohner vor Hitze & Starkregen zu schützen. Aber sie erhöhen auch die Lebensqualität. (Gesprächspartnerin: Maria Wißmiller, Referentin des umweltpolitischen Sprechers der Grünen Landtagsfraktion Bayern, Spezialthema: Wasser)

Beitrag 5: Nachhaltigkeit 1750&heute

Kleiner Zwischenstop: Was ist eigentlich nachhaltig? – früher und heute. Lebten Leute in der Antike oder im 18. Jh nachhaltiger als wir? Und was haben die bisherigen Beiträge mit Nachhaltigkeit zu tun? (Text: Ch. Przybilla, Sprecher: Walter Heindl & Chiara Przybilla)

Beitrag 6: Bürgerenergie & der Behördendschungel

„Einfach ist anders.“, konstatiert Werner Hillebrand-Hansen, Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Freising über die rechtliche Situation von Bürgerenergie-Projekten. Die Bürgerenergie war eigentlich der Motor der Enegiewende. Doch dieser Motor stottert derzeit – aufgrund der komplizierten Genehmigungsverfahren.

Beitrag 7: Schwammlandschaften: Klimaanpassung & Klimaschutz in einem

Der Wasserhaushalt der Landschaften ist gestört & damit Teil des Klima-Problems. Denn ausgetrocknete Landschaften heizen sich auf, sind anfällig für Starkregen, verlieren ihre Fruchtbarkeit und emittieren bei intensiver Bewirtschaftung Treibhausgase. Eine Suche nach Lösungen, zusammen mit Maria Wißmiller, Referentin des umweltpolitischen Sprechers der Grünen Landtagsfraktion Bayern. (Kurzfassung bei freie Radios unter: https://www.freie-radios.net/mp3/20211008-schammlandsc-111595.mp3?dl=1)

Beitrag 8: regionale Wasserstoffwirtschaft & die Zukunft der Energiewende

Die Bundesregierung spricht von einer Wasserstoff-Strategie. Doch allein in Schleswig-Holstein können jährlich 3,5 bis 5 TWh, also 3.500.000.000 bis 5.000.000.000 KWh, Strom nicht produziert werden, weil die Stromleitungen belegt sind. Manchmal sind es nicht Regierungen, Konzerne oder Genossenschaften, sondern mittelständige Firmen, die die Energiewende vorantreiben. Zum Beispiel GP Joule, Systemdienstleister der Energiewende, Projektentwickler für dezentrale Lösungen. Hier mit einer regionalen Wasserstoffwirtschaft, die Stromerzeugung vor Ort via H2 mit den Sektoren Mobilität & Wärmeversorung verbindet. (Gesprächspartner: André Steinau, Leiter der H2-Sparte von GP Joule). Lesenswert auch das online Thesenpapier unter www.efacts.de

Beitrag 9: Sozialunternehmen als Katalysatoren für die Wirtschaft der Zukunft

Sozialunternehmen sind ein noch wenig beachtetes Zwischending zwischen klassischem profitorientiertem Unternehmen und gemeinnütziger Organisation. Sie wirtschaften wie ein Unternehmen, schütten jedoch keine Gewinne aus und haben die Bewältigung einer sozialen und, oder ökologischen Herausforderung als Unternehmenszweck. Behörden haben oft ihre Schwierikeiten, diese Art von Unternehmen, angemessen wahrzunehmen, einzubinden und ggf auch zu fördern. Aber manche Hochschule, die sich mit Wirtschaft beschäftigt hat längst einen eigenen Lehrstuhl für social businesses. Ich spreche mit Julia Post, Stadträtin und Sozialunternehmerin über die Chancen und Probleme von social entrepreneurs in Deutschland und die Stratagie der Stadt München.

  • Beitrag 10: Abwasser: Eine Quelle für Wasser, Energie & Nährstoffe – eigentlich (Freigabe angefragt)

Beitrag 11: Die Genschere in der Landwirtschaft, normale Züchtungsmethode oder gefährliche Manipulation?

Es gibt Bestrebungen von Lobbyverbänden, die Genschere CRISPR als normale Züchtungsmethode anerkennen zu lassen. Damit würden Risikoprüfung & Kennzeichnungspflicht wegfallen. Manche träumen sogar vom „zeitgemäßen“ Ökolandbau mit CRISPR-„Züchtungen“. Ich spreche mit Christoph Then von TestBiotech über Funktionsweise, Risiken und Alternativen.

Hintergrund: https://www.trendsderzukunft.de/?s=Genschere%20Landwirtschaft%20

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gentechnik-die-angst-der-parteien-vor-dem-fortschritt-kolumne-a-86696899-427d-44f8-8612-00c9f7011a52

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/13119-Legislation-for-plants-produced-by-certain-new-genomic-techniques_en

Beitrag 12: nachhaltige Bildung? Eine freie Münchner Lernplattform zum Mitmachen als Anfang.

Es gibt eine Mitmachplattform für Bildungsgerechtigkeit, wo alle, die sich mit irgendeinem Thema auskennen, beitragen können und alle, die etwas lernen wollen, kostenlos Lerninhalte finden können. Serlo heißt der Anbieter, kommt aus München und ist weltweit aktiv. (Gesprächspartner Wolfgang Schmid, Pressesprecher von Serlo)

Beitrag 13: stop finning: Retten wir die Haifische! Es könnte unsre eigne Rettung sein.

Europa mischt an vorderster Front im Geschäft mit Haifischflossen mit. Die Petition stop finning will das ändern, denn die Ausrottung von Haien bedroht die Ökosysteme der Meere. (Gesprächspartner Nils Kluger, stop finning)

Beitrag 14: Quo vadis bayerische Staatsforsten? Über Gemeinwohlorientierung und Profit.

2019 beschlossen Ministerpräsident und Kabinett in Bayern, die bayerischen Staatsforsten in Richtung Klimawald zu entwickeln. Die FAO fordert, dass sich Waldwirtschaft weltweit primär am Wasserhaushalt der Landschaft orientieren sollte, um die schwindenden Trinkwasserreserven zu schützen. Die EU möchte Forstwirtschaft am Klimaschutz ausrichten. Doch an der Praxis hat sich wenig geändert. Darum fordern Bund Naturschutz und Grüne, die Gemeinwohl-Orientierung ins bayerische Waldgesetz aufzunehmen. (Gesprächspartner: Ralf Straußberger vom Bund Naturschutz)

  • Beitrag 15: Zwischenstopp: Jakob Mainz hat Fragen: Was machst du da eigentlich? Und was steckt dahinter?

Beitrag 16: Eine Plusenergiegemeinde in Deutschland?

Ist in der Mache. In Wüstenrot. Hier experimentiert eine 7000 Einwohner Gemeinde mit diversen regenerativen Energien, unterstützt von der Hochschule für Technik in Stuttgart. (Gesprächspartner: Thomas Löffelhardt, Energiebeauftragter der Gemeinde Wüstenrot).

  • Beitrag 17: Eine nachhaltige EZB?

Die NGO positive money ist der Meinung, dass die EZB ein – behebbares Nachhaltigkeitsdefizit hat. Sie arbeitet daran, das zu ändern. (Gesprächspartner: Marc Beckmann, der für positive money Forschung betreibt)

Beitrag 18: Die Stadt von Morgen

Das Bundesumweltamt träumt von der Stadt der Zukunft. Es gibt eine Website plus PDF Flyer. (Gesprächspartnerin: Katrin Dziekan, Leiterin des Ressorts Verkehr).

NEU! Beitrag 19: Sozialunternehmen in der Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung Bremen fördert Sozialunternehmen, um Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. (Gesprächspartnerin: Tamara Kassow)

Beitrag 20: Kampf gegen die Klimakatastrophe

Junge Menschen hungern, blockieren Autobahnen oder bepflanzen den Grünstreifen vor dem Kanzleramt, um auf die Klimakatastrophe aufmerksam zu machen. Lea Bonasera gibt Auskunft über die Forderungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Gruppe, die sich die letzte Generation oder Essen Retten – Leben Retten nennt.

Wer sich für Klimaszemarien interessiert, um besser zu verstehen, was diese Aktivist:innen umtreibt, findet inzwischen etliche Bücher zum Thema. Hier eine Auswahl:
  • Peter Wohlleben, Der lange Atem der Bäume – beschreibt ein Positiv- und ein Negativszenario für den deutschen Wald. (Auch als Hörbuch erhältlich)
  • Eckart von Hirschhausen, Mensch Erde, was könnten wir es schön haben – klärt sehr verständlich über Gefahren und Chancen auf. (auch als Hörbuch)
  • Deutschland 2050 – sehr gut recherchiert, faktenreich. Klärt auch über die Funktion von Szenarien auf. (auch als Hörbuch)
  • Frank Schätzing, Was, wenn wir einfach die Welt retten? – präsentiert die Klimakatastrophe als Thriller mit unterschiedlichen Szenarien. (auch als Hörbuch)
  • Christiana Figueres, The Future We Choose – ist eines der besten Klima-Bücher, die ich kenne. (auch als Hörbuch)
  • David Wallace Wells, The Uninhabitable Earth – ist eines der brutalsten, best recherchierten und vielschichtigsten. (auch als Hörbuch)

Beitrag 21: SOLAWI, Ernährungswende in der Stadt

Ella von der Haide ist Fachfrau für städtische Raumplanung, Künstlerin, Filmemacherin und sie beschäftigt sich seit Jahren mit der Ernährungswende. Sie produziert Audio-Spaziergänge für München. Der Giesinger Audiowalk zum Thema Ernährung ist schon länger im Netz. Der Sendlinger kommt jetzt im Februar heraus. Also die ideale Gesprächspartnerin, um über urbane Landwirtschaft und die Ernährungswende zu reden.

NEU! Beitrag 22: Wasserversorgung in Bayern. Warum wir langsam aufwachen sollten.

Dieser Beitrag ist eine kommentierte Kurzversion der exzellenten Podiumsdiskussion auf dem grünen Wasserkongress letztes Jahr im bayerischen Landtag.

NEU! Beitrag 23: Besuch in Schilda – oder der lange Hindernislauf zur Energiewende

Frank Farenski ist Journalist und beschäftigt sich seit 10 Jahren mit der Energiewende. Hier gibt er Auskunft, warum es einfach nicht voran geht.

NEU! Beitrag 24: modern monetary theory: Der Staatshaushalt funktioniert anders, als man denkt. Oder: Warum wir jetzt in unsere Zukunft investieren sollten.

Dirk Ehnts ist Wirtschafts-und Staatswissenschsftler und deutscher Vertreter der modern monetary theory. In diesem Beitrag erklärt er, warum wir keine Angst haben sollten vor großen Investitionen, soweit die Waren und Dienstleistungen verfügbar sind.