Umverteilung von unten nach oben – Ein systemimmanentes Prinzip des Neoliberalismus

Umverteilung von unten nach oben

Teil 1: Das Ausmaß

Die Diktatur des Monetariats

Eine Sendereihe von und mit Buchautor Ulrich Seibert
Sendung am Mittwoch, 17.11.2021, 21:00 Uhr


Umverteilung von unten nach oben ist ein systemimmanentes Prinzip des Neoliberalismus. Es wirkt sowohl auf internationaler wie auf nationaler Ebene. Die Ungleichheit bei Vermögen und Einkommen hat sich in den letzten Jahrzehnten auf eine schier unglaubliche Weise vervielfacht und historisch wohl bisher ungekannte Dimensionen erreicht. Statistiken und Armutsberichte geben darüber beredte Auskunft.

Im ersten Teil des Kapitels „Umverteilung von unten nach oben“ spreche ich mit Manuel Schmitt, Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam, über das Ausmaß dieser Umverteilung und die Gefahren, die dieses mit sich bringt.

„Die Diktatur des Monetariats“ 11: Umverteilung von unten nach oben als systemimmanentes Prinzip des Neoliberalismus; Teil 1: Das Ausmaß – 43 Minuten, 12 Sekunden (ohne Musik)

Über Ulrich Seibert 11 Artikel
Redaktion "Die Diktatur des Monetariats"

2 Kommentare

  1. Strange, dass wir, die absolute Mehrheit, dies einfach hinnehmen. Das lässt sich nur mit der „Propaganda der vierten Gewalt“, den Medien erklären. Weltweit sind die Völker dieser Erde aufgerufen, mit diesem kranken System zu brechen. Herbert Marcuse hat das treffend formuliert:
    „ Diese „freiwillige“ Knechtschaft (freiwillig insofern, als sie den Individuen introjiziert ist), welche die wohlwollenden Herren rechtfertigt, kann nur durch eine politische Praxis gebrochen werden, welche die Wurzeln der Eindämmung und Zufriedenheit im Unterbau erreicht, durch eine methodische Loslösung vom Establishment und eine methodische Weigerung, die auf eine radikale Umwertung der Werte abzielt.
    Eine solche Praxis umfasst den Bruch mit dem Wohlvertrauten, den routinierten Weisen des Sehens, Hörens, Fühlens und Verstehens der Dinge, so dass der Organismus für die potentiellen Formen einer nicht-aggressiven, nicht-ausbeuterischen Welt empfänglich werden kann.“

    • Die Medien … auch Radio Lora ist ein Medium. Und ich schwöre, ich bin – ebenso wie meine Studiogäste – absolut frei in dem, was ich in meinen Sendungen sagen darf. Und jeder ist frei, sich solche Sendungen anzuhören. Und dennoch interessiert sich nur eine kleine Minderheit für die Thematik. Sicher sind auch Medien ein essenzieller Aspekt in Bezug auf die allgemeine (auch mir unverständliche) Akzeptanz des Neoliberalismus. Über das Thema „Medien“ wird es eine eigene Sendung geben, mit ganz viel Noam Chomsky, aber bis dahin fließt noch einiges Wasser die Isar runter.

      Warnen möchte ich einstweilen nur vor der Verallgemeinerung „DIE Medien“. Denn ohne die vielen Artikel in der SZ, dem Spiegel, der taz, der FAZ, der Zeit etc. wäre es mir nicht möglich gewesen, die Informationen für das Buch „Die Diktatur des Monetariats“ und dementsprechend auch für diese Sendereihe zusammenzubekommen. Die Medien veröffentlichen schon alles mögliche Relevante, jedenfalls genug, um sich ein ausreichendes Bild vom Neoliberalismus und denen, die dort das Zepter in der Hand halten, zu machen, sofern man das möchte. Die Infos sind zu einem großen Teil da … doch das Interesse daran ist nicht so stark.

      Ich werde auf diverse Aspekte, wie die Bevölkerung dahin gebracht wurde, ein gegen ihre eigenen Interessen gerichtetes System zu favorisieren, noch explizit eingehen, aber zuvor kommen noch diverse andere Kapitel der Geschichte dran. Bis dahin danke für das Feedback!

Kommentare sind geschlossen.